Juli
Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur.
Die Menschheit geht auf Reisen
Oder wandert sehr oder wandelt nur.
Und die Bauern vermieten die Natur
Zu sehenswerten Preisen.
Sie vermieten den Himmel, den Sand am Meer,
die Platzmusik der Ortsfeuerwehr
und den Blick auf die Kuh auf der Wiese.
Limousinen rasen hin und her
Und finden und finden den Weg nicht mehr
Zum Verlorenen Paradiese.
Im Feld wächst Brot. Und es wachsen dort
Auch die künftigen Brötchen und Brezeln.
Eidechsen zucken von Ort zu Ort.
Und die Wolken führen Regen an Bord
Und den spitzen Blitz und das Donnerwort.
Der Mensch treibt Berg- und Wassersport
Und hält nicht viel von Rätseln.
Erich Kästner |