das wir uns selbst bereiten, als fast unvermeidlich erlebt.
Das Böse scheint an uns zu kleben wie Pech, und ein Befreier (Er-löser) ist für viele Menschen nicht in Sicht.
Die Grenze zwischen erlittenem Bösen und selbstverschuldetem Bösen scheint oft zu verschwimmen.
Wenn man von Schuld spricht, müßte eigentlich zuerst vom Guten, zu dem der Mensch gerufen ist, gesprochen werden.
Dieses Gute für den Menschen kann heißen:
Menschwerdung, Selbstfindung, Kommunikation, Liebe, Reifung.
Dazu spornt und leitet uns das Gewissen an. Darüber hinaus "lobt" und "tadelt" es uns.
Das Gewissen ist nicht eine unabhängig von unserem Persönlichkeitsweg vorhandene "Stimme Gottes", die in uns laut würde, ohne Rücksicht darauf, wer wir sind.
So spricht man von Gewissensbildung. Man unterscheidet Stadien einer solchen Gewissensbildung wie:
Dressurgewissen (das Kind wird in seiner ersten Lebensphase an bestimmte Verhaltensweisen gewöhnt)
Gehorsamsgewissen (das Kind identifiziert sich mit einer Autorität, normalerweise mit seinen Eltern)
Verantwortungsgewissen (das Gewissen, das immer selbständiger wird)