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| Magersucht |
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Über 2,7 Mio. Menschen in Deutschland sind essgestört |
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| Was ist Magersucht? |
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| Von Magersucht spricht man: |
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- wenn jemand 15-25% unter seinem Normalgewicht wiegt
- das Untergewicht selbst herbeigeführt hat, z.B. durch Fasten
- Angst vor einem normalen Körpergewicht hat
- die Gefährdung und körperliche Bedrohung nicht einsieht
und verleugnet
- die Sucht geheim hält
- sich ständig gedanklich mit dem „Essen“ beschäftigt.
Das Essen oder Nicht-Essen wird so zum wichtigsten Lebensthema!
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| Verlauf der Magersucht |
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- 10% sterben
- 30% Spontanremission ( Lebensverhältnisse anders )
- 30% Heilung durch Behandlung
- 30% chronisch
- 40% geht in Eß- Brechsucht über
- jeder 7. Jugendliche ist ein Risikofall
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| Statistik/Dimensionen Deutsche Gesellschaft für Ernährung |
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| Was können die Ursachen sein? |
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Was soll erreicht werden? |
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Darüber ist die Wissenschaft sich nicht vollständig einig.
Einige Gemeinsamkeiten allerdings kommen häufig vor:
- Magersüchtige kommen oft aus Familien, in denen sie stark behütet waren und in denen Konflikte eher vermieden werden
- meist tritt die Magersucht vor den ersten sexuellen Erfahrungen auf
- meist sind Mädchen und junge Frauen von der Magersucht betroffen
- Betroffene versuchen, das eigene Selbstwertgefühl durch die Sucht und die Aufmerksamkeit, die ihnen dadurch zu teil wird,
zu stabilisieren
- Betroffene erleben durch die Magersucht Selbstwirksamkeit:
sie können etwas tun, was sie verändert und andere auf sie aufmerksam macht
- Betroffene üben Kontrolle über ihren sich verändernden Körper aus – oft um die körperlichen Veränderungen in der Pubertät zu vermeiden
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| Aber auch über die Familie wird Kontrolle ausgeübt: |
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Familienmitglieder, meist die Eltern leiden häufig stark unter der Magersucht des Kindes und machen sich große Sorgen.
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| Soziales Verhalten: |
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Soziale Kontakte leiden häufig sehr stark darunter,
es kommt zur Isolation. |
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| Was sind die Folgen? |
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| Wie entwickelt sich die Magersucht weiter? |
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Die Folgen der Magersucht sind erschreckend:
- Nur etwa ein Drittel der Magersüchtigen wird nach Behandlung gesund
- Etwa ein Drittel stirbt an den Folgen der Abmagerung
- Bei einem weiteren Drittel entwickelt sich eine Bulimie
(s. Seite Bulimie)
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| Was kann man tun? |
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| Wie kann Magersüchtigen geholfen werden? |
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Magersüchtige müssen
- in ärztliche Behandlung
- in therapeutische Behandlung
- mit ihrer Krankheit konfrontiert werden
- ggf. für einige Monate in eine Klinik, um das familiäre Umfeld zu verlassen.
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| Auch wenn ihr mit der Magersüchtigen befreundet seid: |
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Ihr tut ihr keinen Gefallen, wenn ihr nichts weitererzählt!
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Magersucht ist eine Krankheit! |
Vertraut euch jemandem an,
der ihr weiterhelfen kann, auch wenn sie das nicht möchte!
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Die Magersucht
hängt auch mit dem Schönheitsideal zusammen, das in unserer Gesellschaft vorherrscht:
"Junge Frauen sollen schlank und zierlich aussehen".
In der Pubertät aber nimmt der Fettanteil im Körper
immer zu.
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Zum Weiterlesen:
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Eine authentische Geschichte einer Magersüchtigen, die sich zu Tode hungerte:
"Engel haben keinen Hunger "
Biermann, Brigitte, Beltz Verlag
von Karin L.,.
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| Weitere Informationen und Hilfen findest du unter: |
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