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Inhalt: (Um zu den jeweiligen Themengebieten zu gelangen klicke bitte die Überschriften an.)

 

Die Erschaffung der Welt

Gen 1-2

Der Ursprung der Welt (William Blake, 1824)

Bibeltext:

Die Erschaffung der Welt

Gen1,31-2,3

Gott sah alles an, was er gemacht hatte:

Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag.

21 So wurden Himmel und Erde vollendet und ihr ganzes Gefüge.

2 Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte.

3 Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte.

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.

Gott sah alles an, er ruhte am siebten Tag, er segnete ihn und erklärte ihn für heilig, vollendet,

 

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

Verweistexte:

Röm 1,20

20 Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie (die Menschen) unentschuldbar.

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.

 
Vernunft, ewige Macht und Gottheit, unentschuldbar, Verlorenheit, Freiheit,

 

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

Biblisch-Historische Erklärung:

Die biblischen Schöpfungsvorstellungen betonen die analogielose Exklusivität des göttlichen Schöpferhandelns. Dabei sind die Schöpfungsaussagen der Bibel bezeichnenderweise nicht am Gott- Welt-Verhältnis orientiert, sondern gehen vom Gott- Mensch-Verhältnis aus.

Israel weitet seine im Zusammenhang mit der Herausführung aus Ägypten gemachte Erfahrung des geschichtsmächtigen Gottes auf den größeren Horizont der Welt aus und preist Gott als den, der die Welt aus dem  Nichts geschaffen hat.

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Die Erschaffung des Menschen
Gen 1

Bibeltext:

Die Erschaffung des Menschen

Gen 1,27

27 Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.

Gott schuf den Menschen, sein Abbild, Mann und Frau,

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

Verweistexte:

Ps 8,5-7

5 Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, /

des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

6 Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,

hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.

7 Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, /

hast ihm alles zu Füßen gelegt.

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.


Was ist der Mensch, wenig geringer als Gott, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt,

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

Biblisch-Historische Erklärung:

Abbild, Ebenbild (hebr. tabnīt »Modell« )

 Im AT besagen die  Wörter, wo sie ein Abbild als Ebenbild seines Vorbilds erklären, die Wesensgleichheit von Vorbild und Abbild, die sich in der körperl. Gleichheit ausweist. So ist: der Mensch wesensgleiches Ebenbild des Elohimwesen  und als solches Gottes Hoheitszeichen auf Erden (Ps 86); das Heiligtum, Ebenbild seines geschauten Modells und hat als solches seine Würde.  Das Götzenbild Ebenbild seines vergänglichen Vorbilds und erweist als solches seine Nichtigkeit.

   
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Sünde und Leid kommen in die Welt
Gen 3

Bibeltext:

Der Fall des Menschen:

Gen 3,1-7

Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte. Sie sagte zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?

2Die Frau entgegnete der Schlange: Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen; 3 nur von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Davon dürft ihr nicht essen und daran dürft ihr nicht rühren, sonst werdet ihr sterben.
4 Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben. 5 Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse. 6 Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden. Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er aß. 7 Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren..

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.

Schlau, hat Gott wirklich gesagt?, ihr werdet wie Gott, erkennt Gut und Böse, klug zu werden,

 

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?
 

 

Verweistexte:

Der alte und der neue Mensch:

Röm5,12,19,21

Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten.

19 Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.

21 Denn wie die Sünde herrschte und zum Tod führte, so soll auch die Gnade herrschen und durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben führen, durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.


Sünde, Tod, zu allen Menschen, Ungehorsam, Gehorsam, Gerechten, Gnade, ewiges Leben,

 

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

Biblisch-Historische Erklärung:

Die Schlange ist Sinnbild für die gefährliche Macht des Bösen (sein wollen wie Gott) und für die Hinterhältigkeit. Der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse sind Bilder für die nur Gott zukommenden Eigenschaften der Unsterblichkeit und des umfassenden Wissens, über die der Mensch nicht von sich aus verfügen kann, die Gott ihm aber unter Umständen aus Gnade schenkt.

Der Zusammenhang: Der Tod ist nicht nur Zeichen für die Vergänglichkeit, sondern auch für das Gericht über die menschliche  Sünde. Sünde wird hier wie sonst in der Bibel als eine überpersönliche Macht verstanden, der sich der einzelne Mensch nicht zu entziehen vermag; dazu trägt er allerdings durch sein Tun selbst bei und ist daher mitverantwortlich.

   
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Sünde und Leid kommen in die Welt
Gen 3

Die Vertreibung aus dem Paradies (Brancacci-Kapelle) - 1426-28 - Masaccio (links vor, rechts nach der jüngsten Restaurierung) 

Bibeltext:

Der Fall des Menschen:

Gen3,14-21

14 Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht / unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. / Auf dem Bauch sollst du kriechen / und Staub fressen alle Tage deines Lebens. 15 Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, / zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. /Er trifft dich am Kopf / und du triffst ihn an der Ferse. 16 Zur Frau sprach er: Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. / Unter Schmerzen gebierst du Kinder. / Du hast Verlangen nach deinem Mann; / er aber wird über dich herrschen. 17 Zu Adam sprach er: Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. /Unter Mühsal wirst du von ihm essen / alle Tage deines Lebens. 18 Dornen und Disteln lässt er dir wachsen /und die Pflanzen des Feldes musst du essen. 19 Im Schweiße deines Angesichts / sollst du dein Brot essen, / bis du zurückkehrst zum Ackerboden; /von ihm bist du ja genommen. /Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.20 Adam nannte seine Frau Eva (Leben), denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.

21 Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau Röcke aus Fellen und bekleidete sie damit.

 

Gebetshilfe:

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Schlange, Verflucht, Feindschaft, Mühlsal, Verlangen, denn Staub bist du, Röcke, bekleidete sie,

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

Verweistexte:

2.Kor 11,3

3 Ich fürchte aber, wie die Schlange einst durch ihre Falschheit Eva täuschte, könntet auch ihr in euren Gedanken von der aufrichtigen und reinen Hingabe an Christus abkommen.

Offb12,7-12

Der Sturz des Drachen:

Der Drache und seine Engel kämpften, 8 aber sie konnten sich nicht halten und sie verloren ihren Platz im Himmel.

9 Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.

10 Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der rettende Sieg, /die Macht und die Herrschaft unseres Gottes / und die Vollmacht seines Gesalbten;

 

Gebetshilfe:

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Falscheit, Hingabe, Drache, die Welt verführt, hinabgeworfen, rettender Sieg, Macht, Gesalbten,

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

Biblisch-Historische Erklärung:

Sünde (hebr. het', hatta't, ) Verfehlung. Schuld
Die Ursache der Sünde ist für das AT das Böse (ra), eine Macht des Todes und der Lüge, die sich dem Willen Gottes widersetzt und deren Folge Tod und Zerstörung sind  
Über den Ursprung des Bösen (ra') sagt die Bibel wenig; denn für sie ist nicht die Existenz des Bösen an sich das Wichtige, sondern die Tatsache, dass der Mensch dieser Macht ausgeliefert ist und ihr erliegen kann. Die Geschichte vom Sündenfall in der Genesis zeigt das Böse vorhanden, das von außen kommt, das aber seine Kraft nur beweist, wenn es ins Blickfeld des Menschen tritt, daß der Mensch dieser Macht nicht ausweicht, das ist Sünde. Sie ist da, wo der Mensch einer anderen Stimme als derjenigen Gottes gehorcht. Sünde ist also Abwendung von Gott und kann darum nur als Beziehungsbegriff verstanden werden.

   
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Kain und Abel
Gen 4-5
Gustave Doré: Cain kills Abel - 1866

Kain erschlägt Abel

Bibeltext:
Kain und Abel
Gen4,1-15
Adam erkannte Eva, seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Kain… Sie gebar ein zweites Mal, nämlich Abel, seinen Bruder. Abel wurde Schafhirt und Kain Ackerbauer. 3 Nach einiger Zeit brachte Kain dem Herrn ein Opfer von den Früchten des Feldes dar; 4 auch Abel brachte eines dar von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Der Herr schaute auf Abel und sein Opfer, 5 aber auf Kain und sein Opfer schaute er nicht. Da überlief es Kain ganz heiß und sein Blick senkte sich. 6 Der Herr sprach zu Kain: Warum überläuft es dich heiß und warum senkt sich dein Blick? 7 Nicht wahr, wenn du recht tust, darfst du aufblicken; wenn du nicht recht tust, lauert an der Tür die Sünde als Dämon. Auf dich hat er es abgesehen, / doch du werde Herr über ihn! 8 Hierauf sagte Kain zu seinem Bruder Abel: Gehen wir aufs Feld! Als sie auf dem Feld waren, griff Kain seinen Bruder Abel an und erschlug ihn. 9 Da sprach der Herr zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er entgegnete: Ich weiß es nicht. Bin ich der Hüter meines Bruders? 10 Der Herr sprach: Was hast du getan? Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden. 11 So bist du verflucht, verbannt vom Ackerboden, der seinen Mund aufgesperrt hat, um aus deiner Hand das Blut deines Bruders aufzunehmen. finde. 13 Kain antwortete dem Herrn: Zu groß ist meine Schuld, als dass ich sie tragen könnte.
14 Du hast mich heute vom Ackerland verjagt und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen; rastlos und ruhelos werde ich auf der Erde sein und wer mich findet, wird mich erschlagen.15 Der Herr aber sprach zu ihm: Darum soll jeder, der Kain erschlägt, siebenfacher Rache verfallen. Darauf machte der Herr dem Kain ein Zeichen, damit ihn keiner erschlage, der ihn finde.
 
Gebetshilfe:
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Opfer, senkte sich sein Blick, lauert an der Tür die Sünde, er erschlug ihn, ruhelos, Zeichen,
 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

Verweistexte:
Hebr 11,44

Aufgrund des Glaubens brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain; durch diesen Glauben erhielt er das Zeugnis, dass er gerecht war, da Gott es bei seinen Opfergaben bezeugte, und durch den Glauben redet Abel noch, obwohl er tot ist.


Mt23,34-35

Darum hört: Ich sende Propheten, Weise und Schriftgelehrte zu euch; ihr aber werdet einige von ihnen töten, ja sogar kreuzigen, andere in euren Synagogen auspeitschen und von Stadt zu Stadt verfolgen.35 So wird all das unschuldige Blut über euch kommen, das auf Erden vergossen worden ist, vom Blut Abels, des Gerechten, bis zum Blut des Zacharias, den ihr im Vorhof zwischen dem Tempelgebäude und dem Altar ermordet habt.

 
Gebetshilfe:
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Aufgrund des Glaubens, ich sende Propheten, töten, kreuzigen, verfolgen, unschuldiges Blut,
 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 
Biblisch-Historische Erklärung:
Abel (hebr. hebel, »Hauch«), der zweitgeborene Sohn Adams und Evas, von Kain getötet
(Gn 42–10). Er repräsentiert gegenüber dem Landwirt Kain die Hirtenkultur. Von einem Frömmigkeitsunterschied ist im AT keine Rede; Gott nimmt lediglich Abels Opfer an, während er Kains Opfer ablehnt. Die jüd. Exegese verstand die Geschichte im ethischen Sinn: Abel der Gute, Kain der Schlechte. Im NT ist Abel der erste Märtyrer (Mt 23 35 p) und Vertreter des christl. Opfers (H 114 1224)
   
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Noah und die Sintflut
Gen 6-10

Die Sintflut, Michelangelo, 1508-1512, Ausschnitt aus der Genesis (Deckengemälde in der Sixtinischen Kapelle in Rom)

Bibeltext:

Noah und die Sinflut

Gen6,5-8,14

Der Herr sah, dass auf der Erde die Schlechtigkeit des Menschen zunahm und dass alles Sinnen und Trachten seines Herzens immer nur böse war.

6 Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh. 7 Der Herr sagte: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, 8 Nur Noach fand Gnade in den Augen des Herrn. 14 Mach dir eine Arche aus Zypressenholz!

18 Mit dir aber schließe ich meinen Bund. Geh in die Arche, du, deine Söhne, deine Frau und die Frauen deiner Söhne!
Gen6,5-8,14

Im sechshundertersten Jahr Noachs, am ersten Tag des ersten Monats, hatte sich das Wasser verlaufen. Da entfernte Noach das Verdeck der Arche, blickte hinaus, und siehe: Die Erdoberfläche war trocken.

Gottes Bund mit Noah

Gen9,8-10,13

8 Dann sprach Gott zu Noach und seinen Söhnen, die bei ihm waren:

9 Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen

10 und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Tieren des Feldes, mit allen Tieren der Erde, die mit euch aus der Arche gekommen sind. 13 Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde. 

 

Gebetshilfe:

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Schlechtigkeit, Herz, böse, es tat seinem Herzen weh, vertilgen, schließe einen Bund, Bogen,

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

Verweistexte:

Sir 44,17

Der gerechte Noach wurde untadelig befunden, /

zur Zeit des Untergangs war er ein neuer Anfang. Durch ihn blieb ein Rest erhalten,

der Bund mit ihm beendete die Sintflut.

Lk17,26-27

26 Und wie es zur Zeit des Noach war, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein.

27 Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging; dann kam die Flut und vernichtete alle.

Hebr 11,7

7 Aufgrund des Glaubens wurde Noach das offenbart, was noch nicht sichtbar war, und er baute in frommem Gehorsam eine Arche zur Rettung seiner Familie; durch seinen Glauben sprach er der Welt das Urteil und wurde Erbe der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.


Der Gerechte, ein neuer Anfang, Menschensohn. aßen und tranken, offenbart, Rettung, Glauben,

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

Biblisch-Historische Erklärung:

Noah (hebr. nōaḥ,  »ruhen«, hier im Sinne: Ruhe schaffen;

Im AT wird Noah dargestellt als einer der Urväter. Er wurde von Gott – nach J aus Gnade (Gn 68), nach P wegen seiner Gerechtigkeit (Gn 69) – vor dem Untergang durch die Sintflut verschont. Mit dem Ende der Sintflut, das ihm das Ausbleiben der dreimal ausgesandten Taube anzeigte setzte die Arche auf, nach P (Gn 84) auf dem ð Ararat. Noah verließ mit seiner Familie, den Tieren das Gefährt, brachte ein Opfer dar, das Gott wohlgefiel, und erwirkte der Erde einen neuen Bestand (Gn 820–22 J), empfing einen neuen Schöpfungssegen (Gn 91 f. 7 f P) und erhielt (gegenüber Gn 129 f P) ein neues Speisegebot (Gn 93–4 P). Gott schloß mit ihm einen neuen – den noachischen – Bund, als dessen Zeichen der Regenbogen gesetzt wurde.

   
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Der Turmbau zu Babel
Gen 11

Bibeltext:

Der Turmbau zu Babel:

Gen11,1-9

Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte. 2 Als sie von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an. 3 Sie sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel. 4 Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel und machen wir uns damit einen Namen, dann werden wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen. 5 Da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. 6 Er sprach: Seht nur, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen. 7 Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht. 8 Der Herr zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen. 9 Darum nannte man die Stadt Babel (Wirrsal), denn dort hat der Herr die Sprache aller Welt verwirrt, und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut.

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.

Sprache, Turm, bis zum Himmel, einen Namen machen, unerreichbar, verwirren, keiner versteht mehr,

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

Verweistexte:

Apg2,1-8

Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. 2 Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. 3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. 4 Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. 5 In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.


Pfingsttag, Zungen wie von Feuer, Heiliger Geist, fremde Sprachen, bestürzt, in seiner Sprache,

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen? 


 

Biblisch-Historische Erklärung:

Sprachverwirrung, die Vielfalt der Sprachen.

a)Im AT führt die ätiologische Sage vom Turmbau zu Babel diese Vielfalt auf Gottes Urteil über menschliche Hybris zurück und erklärt sie im Sinn der Sprache (Gn 111–9 J). Dagegen ist nach einer Völkertafel der P mit der Vielfalt der Völker auch die der Sprachen gegeben (Gn 105. 20. 31).

b) Ein Zusammenhang mit dem Bericht des NT.s vom Zungenreden in der urchristl. Pfingstgemeinde (Apg 21–13) im Sinn der Entsprechung von Urzeit und Endzeit ist nicht anzunehmen.

   
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I. Abraham

Gen 12-15
Abrahams Aufbruch nach Kanaan, Peter Lastmann, 1614 - Abraham wird von Gott berufen, seine Familie ist bereit

Bibeltext:

Gen 12,1-3
Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.2 Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein.3 Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen.

Gen13,5-6,8,9,10,11,

5Von Ägypten zog Abram in den Negeb hinauf, er und seine Frau mit allem, was ihm gehörte, und mit ihm auch Lot.

6 Das Land war aber zu klein, als dass sich beide nebeneinander hätten ansiedeln können; denn ihr Besitz war zu groß und so konnten sie sich nicht miteinander niederlassen.

8 Da sagte Abram zu Lot: Zwischen mir und dir, zwischen meinen und deinen Hirten soll es keinen Streit geben; wir sind doch Brüder.

9 Liegt nicht das ganze Land vor dir? Trenn dich also von mir! Wenn du nach links willst, gehe ich nach rechts; wenn du nach rechts willst, gehe ich nach links.

10 Lot blickte auf und sah, dass die ganze Jordangegend bewässert war. Bevor der Herr Sodom und Gomorra vernichtete, war sie bis Zoar hin wie der Garten des Herrn, wie das Land Ägypten.

11 Da wählte sich Lot die ganze Jordangegend aus. Lot brach nach Osten auf und sie trennten sich voneinander.

Gen14,14,17-20

14 Als Abram hörte, sein Bruder sei gefangen, musterte er seine ausgebildete Mannschaft, dreihundertachtzehn Mann, die alle in seinem Haus geboren waren, und nahm die Verfolgung auf bis nach Dan.

Die Figur des Melchisedek wird dabei als Ankündigung der Priestertums Jesu Christi gedeutet.

17 Als er nach dem Sieg über Kedor-Laomer und die mit ihm verbündeten Könige zurückkam, zog ihm der König von Sodom ins Schawetal entgegen, das jetzt Königstal heißt.

18 Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein heraus. Er war Priester des Höchsten Gottes.

19 Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, /

dem Schöpfer des Himmels und der Erde,

20 und gepriesen sei der Höchste Gott, /

der deine Feinde an dich ausgeliefert hat. Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.

 

Gott zu Gast bei Abraham

Gen 18,1,2.5,8-15

Der Herr erschien Abraham bei den Eichen von Mamre. Abraham saß zur Zeit der Mittagshitze am Zelteingang.

2 Er blickte auf und sah vor sich drei Männer stehen. Als er sie sah, lief er ihnen vom Zelteingang aus entgegen, warf sich zur Erde nieder.

5 Ich will einen Bissen Brot holen und ihr könnt dann nach einer kleinen Stärkung weitergehen; denn deshalb seid ihr doch bei eurem Knecht vorbeigekommen. Sie erwiderten: Tu, wie du gesagt hast.

8 Dann nahm Abraham Butter, Milch und das Kalb, das er hatte zubereiten lassen, und setzte es ihnen vor. Er wartete ihnen unter dem Baum auf, während sie aßen.

9 Sie fragten ihn: Wo ist deine Frau Sara? Dort im Zelt, sagte er.

Sara und der Engel, Giambattista Tiepolo, 1727/28

Sara lacht

10 Da sprach der Herr: In einem Jahr komme ich wieder zu dir, dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben. Sara hörte am Zelteingang hinter seinem Rücken zu.

11 Abraham und Sara waren schon alt; sie waren in die Jahre gekommen. Sara erging es längst nicht mehr, wie es Frauen zu ergehen pflegt.

12 Sara lachte daher still in sich hinein und dachte: Ich bin doch schon alt und verbraucht und soll noch das Glück der Liebe erfahren? Auch ist mein Herr doch schon ein alter Mann!

 13 Da sprach der Herr zu Abraham: Warum lacht Sara und sagt: Soll ich wirklich noch Kinder bekommen, obwohl ich so alt bin?

14 Ist beim Herrn etwas unmöglich? Nächstes Jahr um diese Zeit werde ich wieder zu dir kommen; dann wird Sara einen Sohn haben.

15 Sara leugnete: Ich habe nicht gelacht. Sie hatte nämlich Angst. Er aber sagte: Doch, du hast gelacht.

 

Lot und seine Töchter, Lucas van Leyden, um 1520

Das Gericht über Sodom und die Rettung Lots

Gen 19,1-2,5-7,12,13, 17,23-26

Die beiden Engel kamen am Abend nach Sodom. Lot saß im Stadttor von Sodom. Als er sie sah, erhob er sich, trat auf sie zu, warf sich mit dem Gesicht zur Erde nieder

2 und sagte: Meine Herren, kehrt doch im Haus eures Knechtes ein, bleibt über Nacht und wascht euch die Füße! Am Morgen könnt ihr euren Weg fortsetzen. Nein, sagten sie, wir wollen im Freien übernachten.

5 Sie riefen nach Lot und fragten ihn: Wo sind die Männer, die heute Abend zu dir gekommen sind? Heraus mit ihnen, wir wollen mit ihnen verkehren.

6 Da ging Lot zu ihnen hinaus vor die Tür, schloss sie hinter sich zu

7 und sagte: Aber meine Brüder, begeht doch nicht ein solches Verbrechen!

12 Die Männer sagten dann zu Lot: Hast du hier noch einen Schwiegersohn, Söhne, Töchter oder sonst jemand in der Stadt? Bring sie weg von diesem Ort!

13 Wir wollen nämlich diesen Ort vernichten; denn schwer ist die Klage, die über die Leute zum Herrn gedrungen ist. Der Herr hat uns geschickt, die Stadt zu vernichten.

 17 Während er sie hinaus ins Freie führte, sagte er: Bring dich in Sicherheit, es geht um dein Leben. Sieh dich nicht um und bleib in der ganzen Gegend nicht stehen! Rette dich ins Gebirge, sonst wirst du auch weggerafft.

23 Als die Sonne über dem Land aufgegangen und Lot in Zoar angekommen war,

24 ließ der Herr auf Sodom und Gomorra Schwefel und Feuer regnen, vom Herrn, vom Himmel herab.

25 Er vernichtete von Grund auf jene Städte und die ganze Gegend, auch alle Einwohner der Städte und alles, was auf den Feldern wuchs.

26 Als Lots Frau zurückblickte, wurde sie zu einer Salzsäule.

 

 

Gebetshilfe:

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Zieh weg aus deinem Land, Segen, durch dich , alle Geschlechter der Erde Segen erlangen,

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen? 

 

Verweistexte:

Mt3,8-9

8 Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, 9 und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben ja Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen.

Röm4,1-3

Die Anrechnung des Glaubens als Gerechtigkeit: das Beispiel Abrahams: Müssen wir nun nicht fragen: Was hat dann unser leiblicher Stammvater Abraham erlangt?

2 Wenn Abraham aufgrund von Werken Gerechtigkeit erlangt hat, dann hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott. 3 Denn die Schrift sagt: Abraham glaubte Gott und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.

 

Gebetshilfe:

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Bingt Frucht, Umkehr, Gerechtigkeit, Ruhm, Schrift, glaube Gott,

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

Biblisch-Historische Erklärung:

Abraham (hebr. 'abrām, 'abrāhām), der älteste der Erzväter Israels. Er hatte ursprgl. Abram geheißen; die spätere, zerdehnte Form galt als von Gott gegebener Ehrenname und wurde als »Vater vieler Völker« gedeutet (Gn 174ff )  Abraham wird vor allem gezeichnet als das Urbild des Glaubensgehorsams (Gn 124 22,). Er bleibt das einmal erwählte Werkzeug der göttl. Offenbarung. Besonderer Nachdruck liegt auf der Bundeszusage Gottes, der eine Bundesverpflichtung A.s gegenübersteht, wobei die sittl. Forderung an A. an erster Stelle steht. Die Beschneidung, die A. in seinem Stamme einführt, ist das Zeichen des Bundes (Gn 179–14.23–27). A. hat durch den Bund eine solche Stellung erhalten, daß Gott ihn nicht nur in seine Pläne bezügl. Sodom einweiht, sondern auch seine Fürsprache zuläßt und danach sogar seinen Ratschluß mildert (Gn 1816–33). Im NT erscheint A. als derjenige, als dessen Kinder die Juden gelten wollen (Mt 39 u.ö.). Paulus betont demgegenüber, daß A. ein Vater der ohne Beschneidung Gläubigen ist (R 41–25)..

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II. Abraham und Isaak

Gen 12-19
 

Abraham will Isaak opfern

Bibeltext:

Gen 17,19.21
19 Gott entgegnete: Nein, deine Frau Sara wird dir einen Sohn gebären und du sollst ihn Isaak nennen. Ich werde meinen Bund mit ihm schließen als einen ewigen Bund für seine Nachkommen.21 Meinen Bund aber schließe ich mit Isaak, den dir Sara im nächsten Jahr um diese Zeit gebären wird.
Gen 21,3.4.8 3 Abraham nannte den Sohn, den ihm Sara gebar, Isaak.4 Als sein Sohn Isaak acht Tage alt war, beschnitt ihn Abraham, wie Gott ihm befohlen hatte. 5 Abraham war hundert Jahre alt, als sein Sohn Isaak zur Welt kam. 8 Das Kind wuchs heran und wurde entwöhnt. Als Isaak entwöhnt wurde, veranstaltete Abraham ein großes Festmahl.
Gen 22,2.3.6.7.9-18 2 Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar.
3 Frühmorgens stand Abraham auf, sattelte seinen Esel, holte seine beiden Jungknechte und seinen Sohn Isaak, spaltete Holz zum Opfer und machte sich auf den Weg zu dem Ort, den ihm Gott genannt hatte. 6 Abraham nahm das Holz für das Brandopfer und lud es seinem Sohn Isaak auf. Er selbst nahm das Feuer und das Messer in die Hand. So gingen beide miteinander.
7 Nach einer Weile sagte Isaak zu seinem Vater Abraham: Vater! Er antwortete: Ja, mein Sohn! Dann sagte Isaak: Hier ist Feuer und Holz. Wo aber ist das Lamm für das Brandopfer? 9 Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham den Altar, schichtete das Holz auf, fesselte seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. 10 Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. 11 Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. 12 Jener sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten. 13 Als Abraham aufschaute, sah er: Ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar. 14 Abraham nannte jenen Ort Jahwe-Jire (Der Herr sieht), wie man noch heute sagt: Auf dem Berg lässt sich der Herr sehen. 15 Der Engel des Herrn rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu 16 und sprach: Ich habe bei mir geschworen - Spruch des Herrn: Weil du das getan hast und deinen einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast, 17 will ich dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am Meeresstrand. Deine Nachkommen sollen das Tor ihrer Feinde einnehmen. 18 Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast.

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.


Sohn, Vater, fesseln, schlachten, Engel, tu ihm nichts zu leide, Gott fürchten, Segen in Fülle, gehört hast,

 

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Verweistexte:

Hebr 11,17-19
17 Aufgrund des Glaubens brachte Abraham den Isaak dar, als er auf die Probe gestellt wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, er, der die Verheißungen empfangen hatte 18 und zu dem gesagt worden war: Durch Isaak wirst du Nachkommen haben.19 Er verließ sich darauf, dass Gott sogar die Macht hat, Tote zum Leben zu erwecken; darum erhielt er Isaak auch zurück. Das ist ein Sinnbild

Jak2,21-23
21 Wurde unser Vater Abraham nicht aufgrund seiner Werke als gerecht anerkannt? Denn er hat seinen Sohn Isaak als Opfer auf den Altar gelegt.
22 Du siehst, dass bei ihm der Glaube und die Werke zusammenwirkten und dass erst durch die Werke der Glaube vollendet wurde.
23 So hat sich das Wort der Schrift erfüllt: Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet, und er wurde Freund Gottes genannt.

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.

Glauben, Probe, Verheißung, Macht, Tote zu erwecken, Werke, Glaube, Gerechtigkeit, Freund Gottes,

 

 

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Biblisch-Historische Erklärung:

Isaak (hebr. jiṣḥāq, jiśhāq, jiṣḥāq-ēl auch jiśḥaq, gr. Isaák),

Sohn Abrahams und Vater Jakobs und Esaus. Der Name, wohl Kurzform für jiṣḥaq-'ēl
»Gott lacht«, wird in Wortspielen auf das Lachen Abrahams oder Saras oder der Leute bezogen (Gn 1717 1812 216).

Die Erzählung von Isaaks Opferung (Gn 222–14) will zunächst die Auslösung der menschlichen Erstgeburt durch ein Tier begründen; sie bedeutet dann eine Erprobung von Abrahams völligem Gehorsam (auch später in H 1117 Jk 221) und zugleich ein Sinnbild für das Leben des Volkes Israel, das ja in Isaak Gott zum Opfer dargebracht war. Ihr Schauplatz ist nach 2Ch 31 der Tempelberg von Jerusalem; doch deutet Gn 223 eher auf eine holzarme Wüstengegend.

 

 

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I. Jakob und Esau

Gen 25-36

Esau and Jacob, Matthias Stomer, um 1640

Bibeltext:
Gen25, 19 – 24,26- 33

Verkauf des Erstgeburtsrechts an Jakob
Und das ist die Geschlechterfolge nach Isaak, dem Sohn Abrahams: Abraham zeugte Isaak.20 Isaak war vierzig Jahre alt, als er Rebekka zur Frau nahm. 21 Isaak betete zum Herrn für seine Frau, denn sie war kinderlos geblieben, und der Herr ließ sich von ihm erbitten. Rebekka schwanger war,22 stießen die Söhne einander im Mutterleib. Da sagte sie: Wenn das so ist, was soll dann aus mir werden? Sie ging, um den Herrn zu befragen.23 Der Herr gab diese Antwort: Zwei Völker sind in deinem Leib, /zwei Stämme trennen sich schon in deinem Schoß. Ein Stamm ist dem andern überlegen, /der ältere muss dem jüngeren dienen. 24 Als die Zeit ihrer Niederkunft gekommen war, zeigte es sich, dass sie Zwillinge in ihrem Leib trug. 26 Darauf kam sein Bruder; seine Hand hielt die Ferse Esaus fest. Man nannte ihn Jakob (Fersenhalter). Isaak war sechzig Jahre alt, als sie geboren wurden. Die Knaben wuchsen heran. Esau war ein Mann geworden, der sich auf die Jagd verstand, ein Mann des freien Feldes. Jakob dagegen war ein untadeliger Mann und blieb bei den Zelten.28 Isaak hatte Esau lieber, denn er aß gern Wildbret; Rebekka aber hatte Jakob lieber. 29 Einst hatte Jakob ein Gericht zubereitet, als Esau erschöpft vom Feld kam. 30 Da sagte Esau zu Jakob: Gib mir doch etwas zu essen von dem Roten, von dem Roten da, ich bin ganz erschöpft. Deshalb heißt er Edom (Roter). 31 Jakob gab zur Antwort: Dann verkauf mir jetzt sofort dein Erstgeburtsrecht! 32 Schau, ich sterbe vor Hunger, sagte Esau, was soll mir da das Erstgeburtsrecht? 33 Jakob erwiderte: Schwör mir jetzt sofort! Da schwor er ihm und verkaufte sein Erstgeburtsrecht an Jakob.

 

Der Erstgeburtssegen

Gen 27,1-11, 19,22,24

Als Isaak alt geworden und seine Augen erloschen waren, sodass er nicht mehr sehen konnte, rief er seinen älteren Sohn Esau und sagte zu ihm: Mein Sohn! Er antwortete: Hier bin ich. 2 Da sagte Isaak: Du siehst, ich bin alt geworden. Ich weiß nicht, wann ich sterbe.3 Nimm jetzt dein Jagdgerät, deinen Köcher und deinen Bogen, geh aufs Feld und jag mir ein Wild! 4 Bereite mir dann ein leckeres Mahl, wie ich es gern mag, und bring es mir zum Essen, damit ich dich segne, bevor ich sterbe. 5 Rebekka hatte das Gespräch zwischen Isaak und seinem Sohn Esau mit angehört. Als Esau zur Jagd aufs Feld gegangen war, um ein Wild herbeizuschaffen, 6 sagte Rebekka zu ihrem Sohn Jakob: Ich habe gehört, wie dein Vater zu deinem Bruder Esau gesagt hat: 7 Hol mir ein Wild und bereite mir ein leckeres Mahl zum Essen; dann will ich dich vor dem Herrn segnen, bevor ich sterbe. 8 Nun hör genau zu, mein Sohn, was ich dir auftrage: 9 Geh zur Herde und bring mir von dort zwei schöne Ziegenböckchen! Ich will damit ein leckeres Mahl für deinen Vater zubereiten, wie er es gern mag. 10 Du bringst es dann deinem Vater zum Essen, damit er dich vor seinem Tod segnet. 18 Er ging zu seinem Vater hinein und sagte: Mein Vater! Ja, antwortete er, wer bist du, mein Sohn? 19 Jakob entgegnete seinem Vater: Ich bin Esau, dein Erstgeborener. Ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Setz dich auf, iss von meinem Wildbret und dann segne mich! 22 Jakob trat zu seinem Vater Isaak hin. Isaak betastete ihn und sagte: Die Stimme ist zwar Jakobs Stimme, die Hände aber sind Esaus Hände. 24 Er fragte: Bist du es, mein Sohn Esau? Ja, entgegnete er. 26 Nun sagte sein Vater Isaak zu ihm: Komm näher und küss mich, mein Sohn! 27 Er trat näher und küsste ihn. Isaak roch den Duft seiner Kleider, er segnete ihn und sagte: Ja, mein Sohn duftet wie das Feld, /das der Herr gesegnet hat.

Isaak segnet Jakob

Der blinde Isaak segnet Jakob, Rosé de Ribera, 1637

28 Gott gebe dir vom Tau des Himmels,

vom Fett der Erde, viel Korn und Most.
29 Dienen sollen dir die Völker, /
Stämme sich vor dir niederwerfen, /
Herr sollst du über deine Brüder sein. /
Die Söhne deiner Mutter sollen dir huldigen. /
Verflucht, wer dich verflucht. /
Gesegnet, wer dich segnet.


30 Kaum hatte Isaak Jakob gesegnet und war Jakob von seinem Vater Isaak weggegangen, da kam sein Bruder Esau von der Jagd.31 Auch er bereitete ein leckeres Mahl, brachte es seinem Vater und sagte zu ihm: Mein Vater richte sich auf und esse von dem Wildbret seines Sohnes, damit du mich dann segnest.32 Da fragte ihn sein Vater Isaak: Wer bist du? Er antwortete: Ich bin dein Sohn Esau, dein Erstgeborener.33 Da überkam Isaak ein heftiges Zittern und er fragte: Wer war es denn, der das Wildbret gejagt und es mir gebracht hat? Ich habe von allem gegessen, bevor du gekommen bist, und ich habe ihn gesegnet; gesegnet wird er auch bleiben.34 Als Esau die Worte seines Vaters hörte, schrie er heftig auf, aufs Äußerste verbittert, und sagte zu seinem Vater: Segne auch mich, Vater!35 Er entgegnete: Dein Bruder ist mit List gekommen und hat dir den Segen weggenommen.
Esau war dem Jakob Feind wegen des Segens, mit dem ihn sein Vater gesegnet hatte, und Esau sagte: Es nähern sich die Tage der Trauer um meinen Vater; dann werde ich meinen Bruder Jakob umbringen. 42 Als man Rebekka hinterbrachte, was ihr ältester Sohn Esau gesagt hatte, ließ sie Jakob, ihren jüngeren Sohn, rufen und sagte zu ihm: Dein Bruder Esau will sich an dir rächen und dich töten. 43 Nun aber, mein Sohn, hör auf mich! Mach dich auf und flieh zu meinem Bruder Laban nach Haran! 44 Bleib einige Zeit bei ihm, bis sich der Groll deines Bruders gelegt hat.

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.

Gott gebe dir Tau vom Himmel, dienen, huldigen, gesegnen, niederwerfen, rächen, töten, Groll,

 

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Verweistexte:

Hebr11,16-20

16 nun aber streben sie nach einer besseren Heimat, nämlich der himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, er schämt sich nicht, ihr Gott genannt zu werden; denn er hat für sie eine Stadt vorbereitet. 17 Aufgrund des Glaubens brachte Abraham den Isaak dar, als er auf die Probe gestellt wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, er, der die Verheißungen empfangen hatte

18 und zu dem gesagt worden war: Durch Isaak wirst du Nachkommen haben.

19 Er verließ sich darauf, dass Gott sogar die Macht hat, Tote zum Leben zu erwecken; darum erhielt er Isaak auch zurück. Das ist ein Sinnbild. 20 Aufgrund des Glaubens segnete Isaak Jakob und Esau im Hinblick auf das Kommende.

Hebr12,15-17

15 Seht zu, dass niemand die Gnade Gottes verscherzt, dass keine bittere Wurzel wächst und Schaden stiftet und durch sie alle vergiftet werden,

16 dass keiner unzüchtig ist oder gottlos wie Esau, der für eine einzige Mahlzeit sein Erstgeburtsrecht verkaufte.

17 Ihr wisst auch, dass er verworfen wurde, als er später den Segen erben wollte; denn er fand keinen Weg zur Umkehr, obgleich er unter Tränen danach suchte.

 

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.

 

Schämt sich nciht, Glaube, Probe, Verheißung, Macht, Tote zum Leben zu erwecken, Gnade,

 

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

 

Biblisch-Historische Erklärung:

Jakob (hebr. ja'ăqōb, gr. Jakṓb).

Patriarch, Sohn ð Isaaks (Gn 2526–4933), Vater der 12 Söhne (Stämme) und Ahnherr des Volkes Israel, daher auch poetischer Name des Volkes (Nm 237 u.a.). Der Name, wohl Kurzform für ja'qōb- 'ēl (Gott schützt?), bedeutet im bibl. Hebräisch »er betrügt« (Gn 2736 Jr 93; vgl. Hos 123), und von schlauem Betrug handeln viele der J.sgeschichten: Der Name J. »Betrüger« hat Erzählungen angeregt, die mit dem geschichtlichen J. nichts zu tun haben. Bei diesen Betrugsgeschichten deutet die breit ausgeführte, novellistische Form auf relativ späten Ursprung. Das wird auch durch Parallelen zum Familienrecht der Nuzi-Tafeln (15. Jh.) nicht widerlegt.

Handwörterbuch: Jakob. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 3026

Esau (hebr. 'ēsāw »rauh, behaart«), Sohn von Isaak und Rebekka (Gn 2525). Die E.gestalt gehört der ostjordan. Frühstufe der Jakobstradition an (Gn 2519–26 Geburt, 27–34 Verkauf des Erstgeburtsrechts, 271–41 Verlust des Segens, 323–3316 Begegnung mit Jakob). E. ist der eponymische Vertreter einer Jägerkultur (Gn 2527f), neben dem der jüngere Bruder Jakob als Vertreter der Hirtenkultur steht.

Handwörterbuch: Esau. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 1727

 

 
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II. Jakob und Esau

Gen28-33

Die Jakobsleiter, William Blake, um 1790

Die Himmelsleiter

Bibeltext:
Gen28, 5,11-14

5 Isaak verabschiedete Jakob und Jakob zog nach Paddan-Aram zu Laban, dem Sohn des Aramäers Betuël. Dieser war der Bruder Rebekkas, der Mutter Jakobs und Esaus.

11 Er kam an einen bestimmten Ort, wo er übernachtete, denn die Sonne war untergegangen. Er nahm einen von den Steinen dieses Ortes, legte ihn unter seinen Kopf und schlief dort ein. 12 Da hatte er einen Traum: Er sah eine Treppe, die auf der Erde stand und bis zum Himmel reichte. Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder.

13 Und siehe, der Herr stand oben und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks. Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. 14 Deine Nachkommen werden zahlreich sein wie der Staub auf der Erde. Du wirst dich unaufhaltsam ausbreiten nach Westen und Osten, nach Norden und Süden und durch dich und deine Nachkommen werden alle Geschlechter der Erde Segen erlangen. 15 Ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst, und bringe dich zurück in dieses Land. Denn ich verlasse dich nicht, bis ich vollbringe, was ich dir versprochen habe.

Jakob und Rahel, Palme il Vecchio, um 1520-1525

Jakob und Rahel
Gen 29,1,9-13,16,18,20-22,25-28
1 Jakob machte sich auf und zog weiter ins Land der Söhne des Ostens.
9 Während er sich noch mit ihnen unterhielt, war Rahel mit der Herde, die ihrem Vater gehörte, eingetroffen; denn sie war Hirtin.
10 Als Jakob Rahel, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und dessen Herde sah, trat er hinzu, schob den Stein von der Brunnenöffnung und tränkte das Vieh Labans, des Bruders seiner Mutter. 11 Dann küsste er Rahel und begann laut zu weinen.
12 Jakob sagte zu Rahel, dass er ein Bruder ihres Vaters und der Sohn Rebekkas sei. Da lief sie weg und erzählte es ihrem Vater. 13 Als Laban von Jakob, dem Sohn seiner Schwester, hörte, lief er ihm entgegen; er umarmte und küsste ihn und führte ihn in sein Haus. Jakob erzählte Laban die ganze Geschichte. 16 Laban hatte zwei Töchter; die ältere hieß Lea, die jüngere Rahel. 18 Jakob hatte Rahel lieb und so sagte er: Ich will dir um die jüngere Tochter Rahel sieben Jahre dienen. 20 Jakob diente also um Rahel sieben Jahre. Weil er sie liebte, kamen sie ihm wie wenige Tage vor. 21 Dann aber sagte er zu Laban: Gib mir jetzt meine Frau; denn meine Zeit ist um und ich will nun zu ihr gehen. 22 Da ließ Laban alle Männer des Ortes zusammenkommen und veranstaltete ein Festmahl.
25 Am Morgen stellte sich heraus: Es war Lea. Da sagte Jakob zu Laban: Was hast du mir angetan? Habe ich dir denn nicht um Rahel gedient? Warum hast du mich hintergangen?
26 Laban erwiderte: Es ist hierzulande nicht üblich, die Jüngere vor der Älteren zur Ehe zu geben. 27 Verbring mit dieser noch die Brautwoche, dann soll dir auch die andere gehören um weitere sieben Jahre Dienst. Am Abend nahm er aber seine Tochter Lea, führte sie zu ihm und Jakob wohnte ihr bei. 28 Jakob ging darauf ein. Er verbrachte mit Lea die Brautwoche, dann gab ihm Laban seine Tochter Rahel zur Frau.
Gen30, 19, 22-23
19 Noch einmal wurde Lea schwanger und gebar Jakob einen sechsten Sohn.
22 Nun erinnerte sich Gott an Rahel. Gott erhörte sie und öffnete ihren Mutterschoß.
23 Sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Da sagte sie: Gott hat die Schande von mir genommen. 24 Sie nannte ihn Josef (Zufüger) und sagte: Der Herr gebe mir noch einen anderen Sohn hinzu.
Gen31, 3,17-18
3 Da sagte der Herr zu Jakob: Kehr zurück in das Land deiner Väter und zu deiner Verwandtschaft! Ich bin mit dir. 17 Da machte sich Jakob auf, hob seine Söhne und Frauen auf die Kamele 18 und führte sein ganzes Vieh fort, seinen ganzen Besitz an Vieh, den er in Paddan-Aram erworben hatte, um zu seinem Vater Isaak nach Kanaan zurückzukehren.
Gen32,1, 4, 7, 10,11-12

1Auch Jakob zog seines Weges. 4 Jakob sandte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau nach Seïr, in das Gebiet von Edom. 7 Die Boten kehrten zu Jakob zurück und berichteten: Als wir zu deinem Bruder Esau kamen, war auch er schon unterwegs zu dir. Vierhundert Mann hat er bei sich. 10 Und Jakob sagte: Du Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, Herr, du hast mir gesagt: Kehr in deine Heimat und zu deiner Verwandtschaft zurück; ich werde es dir gut gehen lassen. 11 Ich bin nicht wert all der Hulderweise und all der Treue, die du deinem Knecht erwiesen hast. Denn nur mit einem Stab habe ich den Jordan dort überschritten und jetzt sind aus mir zwei Lager geworden. 12 Entreiß mich doch der Hand meines Bruders, der Hand Esaus! Ich fürchte nämlich, er könnte kommen und mich erschlagen, Mutter und Kinder. 13 Du hast doch gesagt: Ich will es dir gut gehen lassen und will deine Nachkommen zahlreich machen wie den Sand am Meer, den niemand zählen kann vor Menge.

Jakobs Kampf mit dem Engel, Rembrandt van Rijn, 1659
Jakobs Kampf mit Gott
Gen32, 23-32
23In derselben Nacht stand er auf, nahm seine beiden Frauen, seine beiden Mägde sowie seine elf Söhne und durchschritt die Furt des Jabbok. 24 Er nahm sie und ließ sie den Fluss überqueren. Dann schaffte er alles hinüber, was ihm sonst noch gehörte. 25 Als nur noch er allein zurückgeblieben war, rang mit ihm ein Mann, bis die Morgenröte aufstieg. 26 Als der Mann sah, dass er ihm nicht beikommen konnte, schlug er ihn aufs Hüftgelenk. Jakobs Hüftgelenk renkte sich aus, als er mit ihm rang. 27 Der Mann sagte: Lass mich los; denn die Morgenröte ist aufgestiegen. Jakob aber entgegnete: Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest. 28 Jener fragte: Wie heißt du? Jakob, antwortete er. 29 Da sprach der Mann: Nicht mehr Jakob wird man dich nennen, sondern Israel (Gottesstreiter); denn mit Gott und Menschen hast du gestritten und hast gewonnen. 30 Nun fragte Jakob: Nenne mir doch deinen Namen! Jener entgegnete: Was fragst du mich nach meinem Namen? Dann segnete er ihn dort. 31 Jakob gab dem Ort den Namen Penuël (Gottesgesicht) und sagte: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und bin doch mit dem Leben davongekommen. 32 Die Sonne schien bereits auf ihn, als er durch Penuël zog; er hinkte an seiner Hüfte.

Zusammentreffen von Jakob und Esau, Franceso Hayez, 1844
Jakobs Versöhnung mit Esau

Gen 33,1-14
1 Jakob blickte auf und sah: Esau kam und mit ihm vierhundert Mann. Da verteilte er die Kinder auf Lea und Rahel und auf die beiden Mägde. 2 Die Mägde und deren Kinder stellte er vorn hin, dahinter Lea und ihre Kinder und zuletzt Rahel und Josef. 3 Er trat vor und warf sich siebenmal zur Erde nieder, bis er vor seinem Bruder stand. 4 Esau lief ihm entgegen, umarmte ihn und fiel ihm um den Hals; er küsste ihn und sie weinten.

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.


Dienen, hintergangen, Mutterschoß, Schande, kehr zurück, segne mich, Israel, umarmte ihn,

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

 

Verweistexte:

Lk1,32,33

32 Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.

33 Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.

Röm11,25,26

25 Die Errettung ganz Israels:

Damit ihr euch nicht auf eigene Einsicht verlasst, Brüder, sollt ihr dieses Geheimnis wissen: Verstockung liegt auf einem Teil Israels, bis die Heiden in voller Zahl das Heil erlangt haben;

26 dann wird ganz Israel gerettet werden, wie es in der Schrift heißt: Der Retter wird aus Zion kommen, / er wird alle Gottlosigkeit von Jakob entfernen.

 

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.

Sohn des Höchsten, Haus Jakob, seine Herrschaft wird kein Ende haben, Einsicht, Heil, Retter,

 

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

 

Biblisch-Historische Erklärung:

Rahel (hebr. rāḥel »Mutterschaf«), Labans Tochter, Jakobs zweite Frau (Gn 296–3525 4619–22. 25). Um ihrer Schönheit willen bevorzugt, teuer mit vierzehn Dienstjahren erkauft, blieb sie doch zunächst kinderlos, daher Neid, Eifersucht, listiges Werben um die gefährdete Gunst des Mannes (Gn 3014; ð Liebesapfel). Durch ihre Magd Bilha wurde sie Adoptivmutter von Dan und Naphthali, dann selbst Mutter von Joseph. Um ihre Mitgift von Laban betrogen, willigte sie mit Lea in die Flucht und stahl dem Laban dessen Hausgott (Gn 3114–35). M.A. Beek (An Babels Strömen, '59, 56) vermutet, daß Laban keine Söhne hatte und R. auf Grund dieser Tatsache das Miterbrecht ihres Mannes unter Garantie des Hausgottes sichern wollte. Bei der Geburt ihres zweiten Sohnes Benjamin in Ephrat nahe Bethel (Gn 3516) starb R. und wurde bei Ephrat, als Bethlehem in Juda gedeutet, begraben (Gn 3519 f), nach anderen Angaben lag ihr Grab in Benjamin bei Zelzah (1Sm 102) oder Rama (Jr 3115). Neben dieser Familiengeschichte ist mit dem Namen R. die Volksgeschichte verbunden: sie hat darin eine bevorzugte Stellung als Stammesmutter von Benjamin und Juda (Rt 411), die über die Flucht der Leute von Rama (Jr 3115) und den Tod der Kinder von Bethlehem (Mt 218) trauert. Das sogenannte R.-Grab (arab. qubbet rāḥīl) nördl. Bethlehems ist ein Kuppelgebäude aus der Kreuzfahrerzeit.

Handwörterbuch: Rahel. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 5603

 

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Josef und seine Brüder
 

 

Gen 37,1-4,12,13,18-20,23-27,
1Jakob ließ sich in dem Land nieder, in dem sich sein Vater als Fremder aufgehalten hatte, in Kanaan. 2 Das ist die Geschlechterfolge nach Jakob: Als Josef siebzehn Jahre zählte, also noch jung war, weidete er mit seinen Brüdern, den Söhnen Bilhas und Silpas, der Frauen seines Vaters, die Schafe und Ziegen. Josef hinterbrachte ihrem Vater, was die Brüder Böses taten. 3 Israel liebte Josef unter allen seinen Söhnen am meisten, weil er ihm noch in hohem Alter geboren worden war. Er ließ ihm einen Ärmelrock machen. 4 Als seine Brüder sahen, dass ihr Vater ihn mehr liebte als alle seine Brüder, hassten sie ihn und konnten mit ihm kein gutes Wort mehr reden. 12 Als seine Brüder fortgezogen waren, um das Vieh ihres Vaters bei Sichem zu weiden, 13 sagte Israel zu Josef: Deine Brüder weiden bei Sichem das Vieh. Geh, ich will dich zu ihnen schicken. Er antwortete: Ich bin bereit. 18 Sie sahen ihn von weitem. Bevor er jedoch nahe an sie herangekommen war, fassten sie den Plan, ihn umzubringen. 19 Sie sagten zueinander: Dort kommt ja dieser Träumer. 20 Jetzt aber auf, erschlagen wir ihn und werfen wir ihn in eine der Zisternen. Sagen wir, ein wildes Tier habe ihn gefressen. Dann werden wir ja sehen, was aus seinen Träumen wird. 23 Als Josef bei seinen Brüdern angekommen war, zogen sie ihm sein Gewand aus, den Ärmelrock, den er anhatte, 24 packten ihn und warfen ihn in die Zisterne. Die Zisterne war leer; es war kein Wasser darin. 25 Als sie dann beim Essen saßen und aufblickten, sahen sie, dass gerade eine Karawane von Ismaelitern aus Gilead kam. Ihre Kamele waren mit Tragakant, Mastix und Ladanum beladen. Sie waren unterwegs nach Ägypten. 26 Da schlug Juda seinen Brüdern vor: Was haben wir davon, wenn wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut zudecken? 27 Kommt, verkaufen wir ihn den Ismaelitern. Wir wollen aber nicht Hand an ihn legen, denn er ist doch unser Bruder und unser Verwandter. Seine Brüder waren einverstanden.

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.

Fremder, hassten ihn, kein gutes Wort, umbringen, verkaufen ihn, Bruder, Verwandter,

 

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

Verweistexte:

Apg 7,9

9 Die Patriarchen aber waren eifersüchtig auf Josef und verkauften ihn nach Ägypten; doch Gott war mit ihm.

Gen 37,11.28; 39,2

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein oder zwei Worte aus.

z.B: Eifersüchtig, verkauften ihn, Gott war mit ihm,

 

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

 

Biblisch-Historische Erklärung:

Joseph (hebr. jōsēph, vollständig jōsēph'ēl »Gott möge [zu dem soeben geborenen weitere Kinder] hinzufügen«, in Gn3023 f volksetymologisch erklärt).

Der Patriarch Josef

Mittelpunkt der Erzählung von »Josef und seinen Brüdern« (Gn 37. 39–47. 50).

In ihrer gegenwärtigen Form ist die Erzählung eine kunstvoll ausgestaltete Novelle. Darin unterscheidet sie sich schon literarisch von den übrigen »Erzvätergeschichten«. Wieweit Vorstufen und ältere Traditionen anzunehmen sind, ist ungewiß. Die einzelnen Szenen sind im vorliegenden Text dem Ganzen untergeordnet. Ein Grundmotiv ist die Bewährung eines jungen Mannes, der in widrige Umstände gerät (Verkauf nach Ägypten,

[Handwörterbuch: Joseph. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 3288

(vgl. BHH Bd. 2, S. 886)

 

 

 

Josef in Ägypten Gen 39,40,

Lucas van Leyden

 

Bibeltext:
Josef im Gefängnis
: 39,22 - 40,23
Der Gefängnisleiter vertraute der Hand Josefs alle Gefangenen im Kerker an. Alles, was dort zu besorgen war, musste er tun.
23 Der Gefängnisleiter brauchte sich um nichts zu sorgen, was Josef in seine Hand nahm, das gelang. 40,14 Da schickte der Pharao hin und ließ Josef rufen. Man holte ihn schnell aus dem Gefängnis, schor ihm die Haare, er zog andere Kleider an und kam zum Pharao.
15 Der Pharao sagte zu Josef: Ich hatte einen Traum, doch keiner kann ihn deuten. Von dir habe ich aber gehört, du brauchst einen Traum nur zu hören, dann kannst du ihn deuten.
16 Josef antwortete dem Pharao: Nicht ich, sondern Gott wird zum Wohl des Pharao eine Antwort geben.enn der Herr war mit ihm. Was er auch unternahm, der Herr ließ es ihm gelingen. Die Rede gefiel dem Pharao und allen seinen Hofleuten. 38 Der Pharao sagte zu ihnen: Finden wir einen Mann wie diesen hier, einen, in dem der Geist Gottes wohnt?
39 Dann sagte der Pharao zu Josef: Nachdem dich Gott all das hat wissen lassen, gibt es niemand, der so klug und weise wäre wie du.
40 Du sollst über meinem Hause stehen und deinem Wort soll sich mein ganzes Volk beugen. Nur um den Thron will ich höher sein als du.
41 Der Pharao sagte weiter zu Josef: Hiermit stelle ich dich über ganz Ägypten.
42 Der Pharao nahm den Siegelring von seiner Hand und steckte ihn Josef an die Hand. Er bekleidete ihn mit Byssusgewändern und legte ihm die goldene Kette um den Hals. 53 Die sieben Jahre des Überflusses in Ägypten gingen zu Ende 54 und es begannen die sieben Jahre der Hungersnot, wie es Josef vorausgesagt hatte. Eine Hungersnot brach über alle Länder herein, in ganz Ägypten aber gab es Brot. 55 Da ganz Ägypten Hunger hatte, schrie das Volk zum Pharao nach Brot. Der Pharao aber sagte zu den Ägyptern: Geht zu Josef! Tut, was er euch sagt. 56 Als die Hungersnot über das ganze Land gekommen war, öffnete Josef alle Speicher und verkaufte Getreide an die Ägypter. Aber der Hunger wurde immer drückender in Ägypten. 57 Auch alle Welt kam nach Ägypten, um bei Josef Getreide zu kaufen; denn der Hunger wurde immer drückender auf der ganzen Erde.
42,1 Als Jakob erfuhr, dass es in Ägypten Getreide zu kaufen gab, sagte er zu seinen Söhnen: Warum schaut ihr einander so an? 2 Und er sagte: Ich habe gehört, dass es in Ägypten Getreide zu kaufen gibt. Zieht hin und kauft dort für uns Getreide, damit wir am Leben bleiben und nicht sterben müssen. 3 Zehn Brüder Josefs zogen also hinunter, um in Ägypten Getreide zu kaufen. 4 Benjamin, den Bruder Josefs, ließ Jakob nicht mit seinen Brüdern ziehen, denn er dachte, es könnte ihm ein Unglück zustoßen. 45,1 Josef vermochte sich vor all den Leuten, die um ihn standen, nicht mehr zu halten und rief: Schafft mir alle Leute hinaus! So stand niemand bei Josef, als er sich seinen Brüdern zu erkennen gab. 2 Er begann so laut zu weinen, dass es die Ägypter hörten; auch am Hof des Pharao hörte man davon. 3 Josef sagte zu seinen Brüdern: Ich bin Josef. Ist mein Vater noch am Leben? Seine Brüder waren zu keiner Antwort fähig, weil sie fassungslos vor ihm standen. 4 Josef sagte zu seinen Brüdern: Kommt doch näher zu mir her! Als sie näher herangetreten waren, sagte er: Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt. 5 Jetzt aber lasst es euch nicht mehr leid sein und grämt euch nicht, weil ihr mich hierher verkauft habt. Denn um Leben zu erhalten, hat mich Gott vor euch hergeschickt. 6 Ja, zwei Jahre sind es jetzt schon, dass der Hunger im Land wütet. Und noch fünf Jahre stehen bevor, in denen man weder pflügen noch ernten wird. 7 Gott aber hat mich vor euch hergeschickt, um von euch im Land einen Rest zu erhalten und viele von euch eine große Rettungstat erleben zu lassen. 24 Dann entließ er seine Brüder. Als sie sich auf den Weg machten, sagte er noch zu ihnen: Streitet nicht unterwegs! 25 Sie zogen also von Ägypten hinauf und kamen nach Kanaan zu ihrem Vater Jakob. 26 Sie berichteten ihm: Josef ist noch am Leben. Er ist sogar Herr über ganz Ägypten. Jakobs Herz aber blieb unbewegt; denn er glaubte ihnen nicht. 27 Als sie ihm aber alles erzählten, was Josef zu ihnen gesagt hatte, und als er die Wagen sah, die Josef geschickt hatte, um ihn zu holen, lebte der Geist Jakobs, ihres Vaters, wieder auf 28 und Israel sagte: Genug! Mein Sohn Josef lebt noch. Ich will hingehen und ihn sehen, bevor ich sterbe.

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein oder zwei Worte aus.

z. B. Kerker, Traum,  klug und weise, Geist Gottes, Hunger, laut weinen, Rettungstat, lebt noch,

 

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

 

Verweistexte:

Apg7,11-14

11 Es kam aber eine Hungersnot über ganz Ägypten und Kanaan und das Elend war groß. Auch unsere Väter hatten keine Nahrung mehr.

Gen 41,54

12 Als Jakob hörte, dass es in Ägypten Getreide gab, schickte er unsere Väter ein erstes Mal dorthin.

Gen 42,2.5

13 Beim zweiten Mal gab Josef sich seinen Brüdern zu erkennen und dem Pharao wurde Josefs Herkunft bekannt.

Gen 45,3.16

14 Josef aber ließ seinen Vater Jakob und seine ganze Familie holen: fünfundsiebzig Menschen.

Gen 45,9-11; 46,27; Ex 1,5; Dtn 10,22

 

Gebetshilfe:

Versuche dich in eine Person des Textes hineinzuversetzen oder wähle dir ein, zwei Worte aus.

z.B. Hungersnot, Elend, keine Nahrung, zu erkennen, Vater, seine ganze Familie,

 

 

Was berührt dich oder macht dich betroffen?

 

 

Biblisch-Historische Erklärung:

Joseph (hebr. jōsēph, vollständig jōsēph'ēl »Gott möge [zu dem soeben geborenen weitere Kinder] hinzufügen«, in Gn3023 f volksetymologisch erklärt).

 

Der Patriarch Josef

Mittelpunkt der Erzählung von »J. und seinen Brüdern« (Gn 37. 39–47. 50).

In ihrer gegenwärtigen Form ist die Erzählung eine kunstvoll ausgestaltete Novelle. Darin unterscheidet sie sich schon literarisch von den übrigen »Erzvätergeschichten«. Wieweit Vorstufen und ältere Traditionen anzunehmen sind, ist ungewiß. Die einzelnen Szenen sind im vorliegenden Text dem Ganzen untergeordnet. Ein Grundmotiv ist die Bewährung eines jungen Mannes, der in widrige Umstände gerät (Verkauf nach Ägypten, im Hause ð Potiphars, im Kerker) und dann zu höchsten Ehren kommt (am Hofe des Pharao, verheiratet mit der Priestertochter ð Asnath); trotzdem vergißt er seine Brüder und Familie nicht. J. ist beherrscht, er weiß zur rechten Zeit zu reden (Gn 4125ff. 37), er erliegt nicht der »fremden Frau« (Gn 397ff), er ist klug in seinen Anordnungen (Gn 4713ff). Die Novelle ist in lehrhafter Absicht erzählt: So wie J. soll sich ein junger Mann verhalten. Hierin wird die Verbindung der Erzählung mit der älteren Weisheit und ihrer Anleitung zu praktischer Lebensbewältigung deutlich (v. Rad). Diese weisheitlichen Elemente bieten den Anlaß für die Weiterent wicklung in der späteren J.s-Literatur (ð Test XII, J. und Asenath; vgl. Apg 79 H 1122). Trotz der Sparsamkeit an direkten theologischen Aussagen ist der Charakter der Erzählung als »Führungsgeschichte« Gottes deutlich (s. 453–8 5019–20). – Sehr unterschiedliche Meinungen bestehen über einen historischen Ansatz der J.sgeschichte und der Gestalt des J.

[Handwörterbuch: Joseph. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 3289

(vgl. BHH Bd. 2, S. 886-887)

 

 

 
Fortsetzung folgt!
 

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