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Auf diesen Seiten findest du, alphabetisch sortiert, Erläuterungen zu biblisch-historischen Fachbegriffen.
   
   
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Stichwort

Bibeltext

Bibelstelle

Erklärung

A und O
Aaron
Abba
Abendmahl
Abgötterei
Abraham
Adam
Ägypten
Altar
Angesicht
Angst
Apostel
Armer

Auferstehung

Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung.

 

Offb 21,6
Er sagte zu mir: Sie sind in Erfüllung gegangen.Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.

 

Offb 22,13
Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende

Offb1,8

Alpha und Omega

(gr. álpha, oméga), Selbstprädikation Gottes und Christi in der Off. Den Sinn erschließen die verwandten Prädikate »der Erste und der Letzte«, »der Anfang und das Ende«, »der ist und der war und der kommt, der Allherrscher« . Hier wird durch den ersten und letzten Buchstaben des gr. Alphabets Gott als Urgrund und Ziel, Schöpfer und Vollender der Welt bezeichnet, der über Zeit und Geschichte herrscht.
[Handwörterbuch: A und O. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 124

pfeilAaron

Dann bekleide damit deinen Bruder Aaron und zusammen mit ihm auch seine Söhne und salbe sie, setze sie ins Priesteramt ein und weihe sie, damit sie mir als Priester dienen.

 

Lev 6,22-27

Der Herr sprach zu Mose:
Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen:
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.
Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.
So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen und ich werde sie segnen.


Hebr 5,4-7
4 Und keiner nimmt sich eigenmächtig diese Würde, sondern er wird von Gott berufen, so wie Aaron.
5 So hat auch Christus sich nicht selbst die Würde eines Hohenpriesters verliehen, sondern der, der zu ihm gesprochen hat: Mein Sohn bist du. / Heute habe ich dich gezeugt, 6 wie er auch an anderer Stelle sagt: Du bist Priester auf ewig /
nach der Ordnung Melchisedeks.

7 Als er auf Erden lebte, hat er mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört und aus seiner Angst befreit worden.

Ex 28,41

Aaron

(hebr. 'aharon)
Der Name Aaron ist vermutlich ägyptisch. Die biblische Darstellung führt Aaron Ex 4, 14-16 als Bruder Moses und Leviten (d. h. Priester) ein, der zum Sprecher für den redeungewandten Mose bestimmt wird (Ex 7, 1 f.). Beim Pharao und beim Zug zum Sinai ist Aaron jedoch zumeist stummer Begleiter Moses.
[Aaron. Die Religion in Geschichte und Gegenwart, S. 111


Im NT

soll Johannes der Täufer durch Vater und Mutter von Aaron abstammen (L 15). Aaron gilt auch als Vorbild Christi (H 54 94), jedoch wird Melchisedek höher gestellt (711).
[Handwörterbuch: Aaron. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 127
(vgl. BHH Bd. 1, S. 2)

 

pfeilAbba

15 Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!

 

Mt 6,5-9

Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
6 Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
7 Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.
8 Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.
9 So sollt ihr beten:
Unser Vater im Himmel,
dein Name werde geheiligt,



Röm 8,15

Abba

(aram. 'abba, entspr. hebr. 'ab, »Vater«),

entweder das determinierte Nomen »der Vater« und als solches die Anrede »Vater!«, seltener »Mein Vater!« oder sogar »Unser Vater!« Mit dem Vater ist im NT Gott gemeint.
[Handwörterbuch: Abba. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 134
(vgl. BHH Bd. 1, S. 3)

Dem rabbin. Brauch entspricht der Eingang des »Vater-Unsers« nach Mt 69, während in L 112 das einfache »Vater!« steht; beides kann auf das aram. Abba zurückgehen. Dieses Wort liegt auch überall da zugrunde, wo Jesus von Gott als »Vater« , »dem Vater« oder »meinem Vater« spricht; in Mk 1436 ist Abba ausdrücklich erwähnt. Diese Anrede weist auf das einzigartige Verhältnis des Messias zu seinem Vater. Der Christ darf beim Gebet »Abba!« = »Vater!« rufen, weil er vom Auferstandenen den Hl. Geist empfangen hat, der ihn zum Gotteskinde macht; dabei zeigt sich, daß auch in gr. sprechenden Gemeinden das Fremdwort Abba liturgisch gebraucht wurde ( Maranatha).
[Handwörterbuch: Abba. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 135
(vgl. BHH Bd. 1, S. 3-4)


pfeilAbendmahl 25 Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.
26 Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist mein Leib.
27 Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus;
28 das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
29 Ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von neuem davon trinke im Reich meines Vaters.
Lk 22,14-23
Als die Stunde gekommen war, begab er sich mit den Aposteln zu Tisch.
15 Und er sagte zu ihnen: Ich habe mich sehr danach gesehnt, vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen.
16 Denn ich sage euch: Ich werde es nicht mehr essen, bis das Mahl seine Erfüllung findet im Reich Gottes.
17 Und er nahm den Kelch, sprach das Dankgebet und sagte: Nehmt den Wein und verteilt ihn untereinander!
18 Denn ich sage euch: Von nun an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes kommt.
19 Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis!
20 Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.
1Kor11, 23-26
23 Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot,

24 sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

25 Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!

26 Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.


Mt26,25-29 Abendmahl
Gastmahl im prof. Sinne (dafür gr. deîpnon, Luther »A.« in: Mk 621 L 1412.16f.24 J 122).

Die allen Völkern bekannten rel. Mahlzeiten hängen zusammen mit der Überzeugung, beim Opfermahl würden göttl. Gaben vermittelt (Zielhuis). Erscheint diese Vermittlung oft magisch gedacht, so trat sie im Judentum zurück vor dem Gedanken der persönlichen Begegnung mit dem Bundesherrn. Dieser Gedanke der segnenden göttl. Gegenwart wurde später übertragen auf alle Mahlzeiten und breit unterstrichen durch die Tischgebete. Beim Essen der gesegneten Speise empfing man den göttl. Segen selber. Je feierlicher die Gelegenheit, desto größer wurde die rel. Weihe des Mahles, vgl. zZ Jesu das Passahmahl und die Mahlzeiten der Qumrangemeinde.
[Handwörterbuch: Abendmahl. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 146
(vgl. BHH Bd. 1, S. 6)


Im NT

»Dies ist mein Leib«, das Kelchwort: »Dies ist mein Blut, vergossen für die Vielen.« Der Sinn dieser Worte ist: »Dies bin ich selbst, mit diesem Brot gebe ich mich selbst«, und: »Mit diesem Kelch gebe ich euch Anteil an meinem Sterben für die Vielen.« Jesus deutet mit diesen Sätzen seinen Tod als stellvertretende Selbsthingabe, als Sühnetod für die ganze Völkerwelt (der Ausdruck »die Vielen« bezeichnet in semitischer Redeweise die Gesamtheit, die viele einzelne umfaßt). Indem Jesus den Jüngern das Brot und den Wein zum Genuß darreicht, gewährt er ihnen Anteil an der universalen Sühnkraft seines stellvertretenden Sterbens. Das gemeinsame Mahl schließt die Jünger zur Heilsgemeinde der durch Jesu Sühnetod mit Gott Versöhnten zusammen.
[Lexikon: Abendmahl. Taschenlexikon Religion und Theologie, S. 38

pfeilAbgötterei

20 Und er sagte: Ich will mein Gesicht vor ihnen verbergen
und dann sehen, was in Zukunft mit ihnen geschieht. Denn sie sind eine Generation des Aufruhrs,
Söhne, in denen die Untreue sitzt. Sie haben meine Eifersucht geweckt durch einen Gott, der kein Gott ist, mich zum Zorn gereizt durch ihre Götter aus

Luft.


Hab 2,18-20
Was nützt ein Götterbild, das ein Bildhauer macht,
ein gegossenes Bild, ein Lügenorakel? Wie kann der Bildhauer auf den Götzen vertrauen,
auf das stumme Gebilde, das er selber gemacht hat?
19 Weh dem, der zum Holz sagt: Erwache!,
und zum stummen Stein: Wach auf! Gibt der Götze denn Auskunft?
Gewiss, er ist mit Silber und Gold überzogen,
doch er hat keinen Geist, keinen Atem.
20 Der Herr aber wohnt in seinem heiligen Tempel.
Alle Welt schweige in seiner Gegenwart.


5.Mose

32,20- 21

Abgötterei

Götzendienst

(hebr. z·nut »Unzucht« u.a., gr. eidololatría »Bilderdienst«), Verehrung fremder Götter.
[Handwörterbuch: Götzendienst. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 2357
(vgl. BHH Bd. 1, S. 602)

Götze ist der Gott, der nicht als Gott verehrt werden darf. Götzendienst ist illegitime Gottesverehrung. Im weitesten Sinn des Wortes kann jeder Aspekt menschlicher Wirklichkeit zum Götzen werden, dem unendliche Bedeutung beigemessen wird.
[Lexikon: Götze. Taschenlexikon Religion und Theologie, S. 1298



pfeilAbraham

3 Abram fiel auf sein Gesicht nieder; Gott redete mit ihm und sprach:
4 Das ist mein Bund mit dir: Du wirst Stammvater einer Menge von Völkern.
5 Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham (Vater der Menge) wirst du heißen; denn zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt.
6 Ich mache dich sehr fruchtbar und lasse Völker aus dir entstehen; Könige werden von dir abstammen.
7 Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen, Generation um Generation, einen ewigen Bund: Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein.

 

Gen12,1-3

Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.
2 Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein.
3 Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen.


Gen17,4-7

Abraham

(hebr. 'abram, 'abraham), der älteste der Erzväter Israels. Er hatte ursprgl. Abram geheißen; die spätere, zerdehnte Form galt als von Gott gegebener Ehrenname und wurde als »Vater vieler Völker« gedeutet (Gn 174ff).
[Handwörterbuch: Abraham. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 182
(vgl. BHH Bd. 1, S. 15)

AT

Das Alte Testament sieht im Glauben Abrahams und seiner Nachkommen an den »Gott der Väter« den Ursprung der von Moses ›gestifteten‹ Religion Israels Gott heißt Gott von Abraham.
Taschenlexikon Religion und Theologie, S. 66

 

In der Berufung Abrahams und der Segenszusage an ihn setzt Gott dem seit der ersten Sünde anwachsenden Fluch den Segen entgegen. Wie der Fluch sich auf die ganze Menschheit auswirkte, so soll nun der Segen die ganze Menschheit erreichen. Zum Mittler des Segens wird Abraham erwählt. Einheitsübersetzung AT/NT

pfeilAdam

26 Dann sprach Gott:

Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.

 

Gen 3,17

17 Zu Adam sprach er: Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen.
Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens.

Gen 1,26

Adam

(hebr. 'adam) das allg. Wort für »Mensch« oder vielmehr »Menschheit«, auch der Eigenname des ersten Menschen. Nach der priesterl. Erzählung ist der Mensch als Mann und Weib zuletzt geschaffen worden, und zwar »nach dem Ebenbilde Gottes«, d.h. Gott ähnlich und Herrscher über die Welt. Aus dem Garten Eden, den Gott für ihn als Aufenthalt pflanzte, wurde er hinausgewiesen, als er vom Baum der Erkenntnis gegessen hatte; seine Strafe wurde Mühe, Leiden und Tod
[Handwörterbuch: Adam. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 222


pfeilÄgypten

Der Herr sprach zu Mose:
2 Erkläre alle Erstgeburt als mir geheiligt! Alles, was bei den Israeliten den Mutterschoß durchbricht, bei Mensch und Vieh, gehört mir.
3 Mose sagte zum Volk: Denkt an diesen Tag, an dem ihr aus Ägypten, dem Sklavenhaus, fortgezogen seid; denn mit starker Hand hat euch der Herr von dort herausgeführt. Nichts Gesäuertes soll man essen.
4 Heute im Monat Abib seid ihr weggezogen.
5 Wenn dich der Herr in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Hiwiter und Jebusiter geführt hat - er hat deinen Vätern mit einem Eid zugesichert, dir das Land zu geben, wo Milch und Honig fließen -, begeh die Feier in diesem Monat!

Ex 13,1-5

Ägypten

(hebr. misrajim, gr. Aígyptos).

Der Auszug aus Ägypten (Exodus)

wurde im Verlauf der Literatur- und Theologiegeschichte des AT zum grundlegenden heilsgeschichtlichen Ereignis der Geschichte Israels: JHWH wird als der Gott gepriesen, der Israel aus Ägypten herausgeführt hat Unter historischen Gesichtspunkten betrachtet stellt der E. jedoch kein derart zentrales und für das ganze Volk relevantes Ereignis dar, sondern wurde erst durch die vielfältigen Überarbeitungen des AT (insbesondere durch die priesterschriftliche Quellenschrift; Bibelwissenschaft) und durch die Weiterentwicklung des JHWH-Glaubens dazu gemacht.
Exodus. Wörterbuch Theologie, S. 395
(vgl. GB Theologie, S. 150)

pfeilAltar

Du sollst mir einen Altar aus Erde errichten und darauf deine Schafe, Ziegen und Rinder als Brandopfer und Heilsopfer schlachten. An jedem Ort, an dem ich meinem Namen ein Gedächtnis stifte, will ich zu dir kommen und dich segnen.

 

Ex17,15

15 Mose baute einen Altar und gab ihm den Namen «Jahwe mein Feldzeichen».

 

Lk 1,10-12
10 Während er nun zur festgelegten Zeit das Opfer darbrachte, stand das ganze Volk draußen und betete.
11 Da erschien dem Zacharias ein Engel des Herrn; er stand auf der rechten Seite des Rauchopferaltars.
12 Als Zacharias ihn sah, erschrak er und es befiel ihn Furcht.

 

Mt 5,23
23 Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,
24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.


1Kor 9,13
Wisst ihr nicht, dass alle, die im Heiligtum Dienst tun, vom Heiligtum leben, und dass alle, die am Altar Dienst tun, vom Altar ihren Anteil erhalten?

 

Off11,1

Dann wurde mir ein Messstab gegeben, der aussah wie ein Stock, und mir wurde gesagt: Geh, miss den Tempel Gottes und den Altar und zähle alle, die dort anbeten!


Ex 20,24

Altar
(hebr. mizbeah) dient der Altar den verschiedenen Arten des Opfers, wenngleich sein Name wörtlich nur die Schlachtstätte bezeichnet. Sein Ort ist der hl. Platz, sei es die Kulthöhe, sei es der Tempel; es gibt auch A.e in Privathäusern.
Altäre werden in der älteren Zeit von zahlreichen Personen (1 Sm 1435) zu einmaligem oder regelmäßigem Gebrauch errichtet. Indem die Patriarchen in Kanaan Altäre errichten (Gn 127f 138 usw.), bekräftigen sie ihren Besitzanspruch auf das Land (vgl. Js 1919). Zerstörung eines alten Altars und seine Ersetzung durch einen neuen ist drastischer Ausdruck relig. Bekenntnisses (Ri 625–32 1 Kg 1830.32). Altäre tragen gelegentlich Namen (Ex 1715 Ri 624).

Im NT

(gr. thysiastérion) ist zunächst der Räucher-Altar des Tempels Offenbarungsort beim Übergang zum neuen Bund (L 111). Den Brandopfer-Altar nennt Jesus mit Achtung (Mt 523f 2318ff. 35). Paulus führt ihn an (1 K 913), betrachtet aber die Opfer als Dämonendienst (1018.20). Unbekannter Gott. Der jüd. Altar ist überholt, die Christen haben einen geistl. Altar (H 713 1310). Apokalyptisch ist der Jerus. Altar der »Rest« Israels (Off 112); ein himml. Altar aktualisiert das wegen der Märtyrer erfolgende Gericht (69f 83ff 913 1418 167). Der kirchl. Kult-Altar entstand im Anschluß an Schaubrot- und Abendmahlstisch; er ist bereits bei Ignatius bezeugt.
[Handwörterbuch: Altar. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 350
(vgl. BHH Bd. 1, S. 65)


pfeilAngesicht

Weiter sprach er: Du kannst mein Angesicht nicht sehen; denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben.

 

Gen 32,3

8 Jener fragte: Wie heißt du? Jakob, antwortete er.
29 Da sprach der Mann: Nicht mehr Jakob wird man dich nennen, sondern Israel (Gottesstreiter); denn mit Gott und Menschen hast du gestritten und hast gewonnen.
30 Nun fragte Jakob: Nenne mir doch deinen Namen! Jener entgegnete: Was fragst du mich nach meinem Namen? Dann segnete er ihn dort.
31 Jakob gab dem Ort den Namen Penuël (Gottesgesicht) und sagte: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und bin doch mit dem Leben davongekommen.

 

Dt 5,23-24

Als ihr den Donner mitten aus der Finsternis gehört hattet und der Berg immer noch in Feuer stand, seid ihr zu mir gekommen - eure Stammesführer und Ältesten - und habt gesagt:

Sieh, der Herr, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und Macht gezeigt und wir haben seine donnernde Stimme mitten aus dem Feuer gehört. Heute ist es uns geschehen, dass Gott zu Menschen sprach und sie am Leben blieben.

 

Mt18,10
10 Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.



Ex 33,20

Angesicht

(hebr. panim, gr. prósopon) die zugewandte Seite

1. des Menschen (Gesicht), 2. Gottes,

3. eines leblosen Gegenstandes.

Es spiegelt Affekte wie Scham (1 Kg 216), Zorn (Gn 45), Traurigkeit (1 Sm 118), Freude (Spr 1513). Als individuellster Teil des Menschen kann das Angesicht die ganze Person bezeichnen (L 953, er reiste).


Angesicht Gottes

ist ein Anthropomorphismus, der in Religionen wurzelt, die Götterbilder kennen (Sach 821f; Angesicht Gottes suchen = den Tempel besuchen, StB I, 206; Übertragung in den Himmel (H 924). Gottes Angesicht schauen bringt Tod (Gn 3231 Ex 3320 u.ö. Heiligkeit). Daneben steht, vom irdischen Herrschertum her übertragen, die Vorstellung, daß der richtende Gott dem Gerechten sein Antlitz gnädig zuwendet

(Nm 625 Ps 2225 u.ö. als höchstes Glück gepriesen), während er vor dem schuldigen Sünder sein Antlitz im Zorn abwendet oder verhüllt (Lv 206 Ps 3417 Dt 3220 u.ö.).

Erst das NT kennt endzeitliches Schauen des Angesichtes

(Mt 1810 1 K 1312 Off 22)
[Handwörterbuch: Angesicht. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 449
(vgl. BHH Bd. 1, S. 94)


pfeilAngst

21 Sie sagten zueinander: Ach ja, wir sind an unserem Bruder schuldig geworden. Wir haben zugesehen, wie er sich um sein Leben ängstigte. Als er uns um Erbarmen anflehte, haben wir nicht auf ihn gehört. Darum ist nun diese Bedrängnis über uns gekommen.

 

Dtn 1,21

21 Sieh, der Herr, dein Gott, hat dir das Land ausgeliefert. Zieh hinauf und nimm es in Besitz, wie der Herr, der Gott deiner Väter, es dir befohlen hat. Fürchte dich nicht und hab keine Angst!

 

Ps18,5-7
5 Mich umfingen die Fesseln des Todes, /mich erschreckten die Fluten des Verderbens.

6 Die Bande der Unterwelt umstrickten mich, /
über mich fielen die Schlingen des Todes.
7 In meiner Not rief ich zum Herrn / und schrie zu meinem Gott. Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen, / mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.

 

Mt26,37-38
37 Und er nahm Petrus und die beiden Söhne des Zebedäus mit sich. Da ergriff ihn Angst und Traurigkeit,

38 und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht mit mir!

 

Lk21,23
23 Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen. Denn eine große Not wird über das Land hereinbrechen: Der Zorn (Gottes) wird über dieses Volk kommen.

 

1Thess 1,4

4 Wir wissen, von Gott geliebte Brüder, dass ihr erwählt seid.

5 Denn wir haben euch das Evangelium nicht nur mit Worten verkündet, sondern auch mit Macht und mit dem Heiligen Geist und mit voller Gewissheit; ihr wisst selbst, wie wir bei euch aufgetreten sind, um euch zu gewinnen.

6 Und ihr seid unserem Beispiel gefolgt und dem des Herrn; ihr habt das Wort trotz großer Bedrängnis mit der Freude aufgenommen, die der Heilige Geist gibt.

 

Mk 4,40
40 Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?


Gen42,21

 

 

 

Angst - Not

(hebr. sara, gr. thlîpsis »Bedrängnis«, anánke »Zwang«), Angst, Zwang, Trübsal, Unglück.

Im AT

Sie wird nach dem Verständnis des AT oft als Strafe von Gott gesandt

(Gn 4221 Js 822 Ps 7849), meist durch Krieg, Feinde, Katastrophen, Krankheiten verursacht

(Ex 39 Ps 2212 Jr 624 Hab 316), gelegentlich mit dem Tod zusammengestellt

(Ps 186 f Jon 23).

Aus der Not rettet Gott sein Volk

(Ex 431 Neh 927)

und seinen Gerechten

(Ps 202 318 9115).

Hiob lehnt den Optimismus seiner Freunde in bezug auf Erlösung und Bestrafung ab (Hi 519 1524).

Im NT

erscheint Jesu Angst und Not in Gethsemane unter dem Aspekt des Opfers und der Sühne

(Mt 2645 p H 57ff)

oder der Verherrlichung

(J 1227 f, hier vor dem Abschiedsmahl).

Das jüd. Vergeltungsschema ist dem NT nicht ganz fremd (R 29 2Th 16 f), jedoch durchbrochen (R 53). Allgemein werden Not und Trübsal eschatologisch verstanden

(L 2123 Apg 1422 1K 726 Off 19 714).

Paulus sieht die Not besonders unter dem Aspekt der Gleichförmigkeit mit Christus

(R 817 2K 410 Ph 310 Kol 124).

Für die Christen ist Not ein Zeichen der Erwählung

(R 835 1Th 14. 6 33 2Th 14 f),

für Paulus selbst ein Zeichen seines Apostolats

(2K 14–74 1210)

und eine Aufgabe gegenüber den Gemeinden

(2K 16 1Th 37).

Im Anschluß an jüd. Traditionen sieht der Herr die Not als Züchtigung und Erziehung (H 1033 126). Leiden, Verfolgung.
[Handwörterbuch: Not. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 4871
(vgl. BHH Bd. 2, S. 1320)


Der Glaube, der in der Lage ist, die Angst vor dem Nichts in sich aufzunehmen und damit dieser Bedrohung standzuhalten, ist der Glaube an den »Gott über Gott«, der durch Angst und Zweifel zum tragenden Grund des Daseins vorgestoßen ist.
Taschenlexikon Religion und Theologie, S. 188

pfeilApostel

13 Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel.

 

Mt 10,2
2 Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes,

 

Lk 11,49
49 Deshalb hat auch die Weisheit Gottes gesagt: Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen senden und sie werden einige von ihnen töten und andere verfolgen,..


Lk 6,13

Apostel

(griechisch apóstolos = Bote, Gesandter)

ist für die Urkirche Bezeichnung der mit der weltweiten Mission beauftragten Auferstehungszeugen. Durch die Gleichsetzung der «Apostel» mit dem Kreis der von Jesu zu Lebzeiten eingesetzten Zwölf hebt Lukas die enge Verbindung von Zwölferkreis und Apostelkollegium hervor.



pfeilArmer

Wenn bei dir ein Armer lebt, irgendeiner deiner Brüder in irgendeinem deiner Stadtbereiche in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt, dann sollst du nicht hartherzig sein und sollst deinem armen Bruder deine Hand nicht verschließen.

Jes58,4-7
5 Ist das ein Fasten, wie ich es liebe, /ein Tag, an dem man sich der Buße unterzieht: wenn man den Kopf hängen lässt, so wie eine Binse sich neigt, /wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt? Nennst du das ein Fasten /und einen Tag, der dem Herrn gefällt?
6 Nein, das ist ein Fasten, wie ich es liebe: /die Fesseln des Unrechts zu lösen, /
die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen, /jedes Joch zu zerbrechen, 7 an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, /
die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden /und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen.

 

1Sam2,7

6 Der Herr macht tot und lebendig, / er führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf. 7 Der Herr macht arm und macht reich, / er erniedrigt und er erhöht. 8 Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub /
und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt; / er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen, / einen Ehrenplatz weist er ihm zu. /
Ja, dem Herrn gehören die Pfeiler der Erde; / auf sie hat er den Erdkreis gegründet.

 

1 Joh 3,17-18

Wenn jemand Vermögen hat und sein Herz vor dem Bruder verschließt, den er in Not sieht, wie kann die Gottesliebe in ihm bleiben? 18 Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.

 

Mk12,42
42 Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein.
[Wörtlich: und warf zwei Leptá hinein, das ist ein Quadrans.]
43 Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern.
44 Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hergegeben; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt.

 

Mt19,21
21 Jesus antwortete ihm: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach.

 

Lk14,12-14
Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten.
13 Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein.
14 Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

Dtn 15,7

Armer, Arm, elend

(hebr. 'ani, 'ebjon, gr. ptochós) ein relativer Begriff: ein Minderbemittelter im Gegensatz zum Reichen, Besitzenden.

AT

Die einwandernden Stämme Israels hatten dank ihrer Sippenverfassung die Möglichkeit eines Ausgleichs innerhalb der Sippe. Aber schon die Richterzeit kennt Habenichtse ('anaschim reqim, Ri 113), die sich einem Freibeuterführer anschließen, wohl weil sie infolge kriegerischer Wirren um Hab und Gut gekommen waren. Solche Leute scheinen sich zu Elisas Zeiten einem Prophetenorden angeschlossen zu haben (2 Kg 41). Erst in der Polemik der Propheten (Js 58 Am 84–6 Mi 22 u.ö.) wird eine soziale Umschichtung erkennbar, die unter Bruch des althergebrachten Bodenrechts einen Großgrundbesitz durch Bauernlegen herbeiführte, wobei Mißernten, verschärft durch Preiswucher der Getreidehändler, wohl weithin die Notlage erhöhten. Dazu kam eine parteiische Rechtsprechung ( Bestechung), die den A.en benachteiligte. Die Gesetzgebung versuchte einzugreifen, stellte freilich fest, daß es immer A.e geben werde (Dt 1511). Schon das vorstaatl. Bundesbuch hatte wucherischen Zins verboten (Ex 2224) und gefordert, den Wildwuchs des Sabbatjahres den A.en zu überlassen (Ex 2310f). Dt fügt dazu den Schulderlaß im Sabbatjahr (Dt 151ff), sowie den in jedem 3. Jahr fälligen A.enzehnten, P noch die Ackerecke und die Nachlese (Lv 199 2332). Daß die Deportation Nebukadnezars die führenden Schichten traf, mochte für einige, die sich in den Besitz verwaister Äcker und Häuser setzten (Sach 51–4), Erleichterung bringen. Aber das Problem blieb, zumal es anscheinend nur mit Mühe gelang, den Gesetzen Geltung zu verschaffen (Neh 51–13, Schulderlaß); dazu stimmen gewisse Schilderungen (Hi 301–8 Sir 1322–29 3424–27). Armut kann selbstverschuldete Folge der Gottlosigkeit sein (Hi 308). Aber schon der Psalm der Hanna weist auf die dem Menschen unerklärl. Macht Jahwes hin, der a. und reich macht, erniedrigt und erhöht (1 Sm 27). Da Jahwe gegen alles trotzig Ragende ist (Js 212ff), ist es gut, vor ihn als A.er und damit als persona miserabilis zu treten. So erscheint der Beter in den Psalmen oft als demütiger A.er, ohne daß daraus wirkliche Schlüsse auf tatsächl. Armut gezogen werden dürfen. Besonders deutlich wird diese Haltung in Qumran (ThW VI, 896–9).

NT
Jesus wies auf die A.en hin, die zum Opfer bereit sind (Mk 1242ff), die der Hilfe bedürfen (L 1413f), denen der Zugang zum Reiche Gottes offener steht als den Reichen (620 1619ff Mt 1921ff), denen auch seine Predigt galt (115). In der Jerusalemer Gemeinde wurden die Witwen in ihrer wirtschaftl. Notlage besonders unterstützt (Apg 61). Bald wurde es nötig,
[Handwörterbuch: Arm . Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 589
(vgl. BHH Bd. 1, S. 129-130)




pfeilAuferstehung

28 Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann.

 

Joh 11,25
25 Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.

 

Mt27,50
50 Jesus aber schrie noch einmal laut auf. Dann hauchte er den Geist aus.

 

Mt28,4-6
4 Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden.
5 Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten.
6 Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag.

 

Lk 24,28-32
28 So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen,
29 aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt. Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben.
30 Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen.
31 Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr.
32 Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?


Apg 2,22-25
22 Israeliten, hört diese Worte: Jesus, den Nazoräer, den Gott vor euch beglaubigt hat durch machtvolle Taten, Wunder und Zeichen, die er durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wisst -

23 ihn, der nach Gottes beschlossenem Willen und Vorauswissen hingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht.

24 Gott aber hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt; denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde.
25 David nämlich sagt über ihn: Ich habe den Herrn beständig vor Augen. /
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

 

1Kor 15,21-26
Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten.

Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.

Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füße gelegt hat. Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod.






Mt10,28

Auferstehung

Das NT

(gr. anástasis, »A.«, egéiro, »auferwecken«, zoopoiéo, »lebendigmachen«)
geht nicht vom gr. Dualismus Körper-Seele, sondern vom atl. Ganzheitsbegriff des Menschen aus: Gott hat als Schöpfer Macht über Körper und Seele (Mt 1028 p), und beide werden nach dem Tode auferstehen (1 K 1544). Jesus starb mit Körper und Seele, wurde begraben und auferstand dann mit Körper und Seele, das Grab leer zurücklassend (Mt 2750 p 286 p; die älteste Tradition im Parallelismus membrorum, 1 K 153f: gestorben – begraben, auferweckt – erschienen). Seine nachösterl. Erscheinungen (Mt 281–10 pL 2413–53 J 201–2123) zeigen (im Ggs. zu Engeloffenbarungen) seine wahre Menschlichkeit: er hat Fleisch und Blut, trägt Wundmale, nimmt Nahrung zu sich. Die Identität des ird. Jesus mit dem Auferstandenen war auch jedem offenkundig: der Gesamteindruck vom hist. Jesus konnte so auf die Bereitschaft für die kirchl. Sendung wirken. Am dritten Tage (so auch Apg 1040) wurde nämlich der Gekreuzigte von seinen Jüngern als Auferstandener, nicht länger im Grabe Ruhender, gesehen. Der kurze Schluß des Mk endet mit der Notiz, die Frauen hätten das Grab leer vorgefunden und die Botschaft vernommen: »Er ist auferstanden ... Hier ist der Ort, wo sie ihn hinlegten.« Mt wiederholt Mk und berichtet noch, man habe Soldaten bestochen, zu behaupten, der Leichnam sei gestohlen worden. Das vierte und vielleicht auch das dritte Ev fügen die Nachricht hinzu, die Jünger seien in das Grab eingetreten, hätten die Grabgewänder samt dem ordentlich zusammengefalteten Schweißtuch und alles andere so wohlgeordnet vorgefunden, wie es niemand hätte tun können, der den Leichnam eilig weggenommen hätte. Bei zwei Gelegenheiten erschien Jesus den Jüngern, die sich bei verschlossenen Türen versammelt hatten (J 2019.26; vielleicht handelt es sich um einen offenen Hof). Bei wiederholten Erscheinungen sahen und prüften die Jünger den Auferstandenen, der in ihrer Mitte stand oder mit ihnen zu Tische saß und das Brot brach (L 2430.41 Apg 14 1041 u.a.), betasteten ihn sogar mit ihren Händen (Mt 289 L 2438f 1 J 11 Ign Smyrn 33 und wahrscheinl. J 2027f und 2017; letzteres kann »halte nicht mehr an mir fest« bedeuten). Der Missionspredigt zufolge (Apg 231 1337) weckte Gott Christus von den Toten auf, so daß »sein Fleisch keine Verwesung sah«; damit wird das Wunder der A. als Gottes Sieg über Sünde und Tod und als die Inthronisation Christi in seine himml. Herrschaft erklärt.


[Handwörterbuch: Auferstehung. Biblisch-historisches Handwörterbuch, S. 678
(vgl. BHH Bd. 1, S. 150)


»Auferstehung der Toten« ist ein anderes Wort für »Gott«; damit rückt sie in die totale Unanschaulichkeit, bekommt aber zugleich den höchsten theologischen Rang. Die Wiederauferstehung des Leibes zeigt dabei den existentiellen Charakter des Heilsgeschehens an. Zunehmend wurde aber klar, daß im biblischen Denken die Auferstehung der Toten nicht primär ein Geschehen an Individuen betrifft, sondern in das umfassendere Geschehen des Kommens eines neuen Himmels und einer neuen Erde integriert wird
[Lexikon: Auferstehung. Taschenlexikon Religion und Theologie, S. 316


 
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